FLGÖ Landesfachtagung 2026

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Am 1. März 2026 fand in St. Paul im Lavanttal die Landesfachtagung 2026 statt.

Am 12. März 2026 fand in St. Paul im Lavanttal die diesjährige Landesfachtagung des FLGÖ Kärnten statt. Die Veranstaltung bot den Teilnehmerinnen und Teilnehmern eine wertvolle Gelegenheit zum fachlichen Austausch, zur Weiterbildung sowie zum gemeinsamen Rückblick auf die vergangenen Jahre.

 

Zu Beginn gab Obmann AL Peter Pirker einen umfassenden Rückblick auf die Entwicklungen und Aktivitäten der letzten zwei Jahre. Dabei wurden sowohl zentrale Meilensteine als auch aktuelle Herausforderungen im Bereich der Gemeindeverwaltung beleuchtet.

 

Ein besonders aktueller und praxisrelevanter Programmpunkt war der gemeinsame Fachvortrag der AON Austria GmbH in Kooperation mit dem Gemeinde Servicezentrum zum Thema „Cybercrime“. Cyberkriminalität zählt heute zu den größten Herausforderungen unserer zunehmend digitalisierten Gesellschaft. Durch die fortschreitende Vernetzung von Verwaltung, Wirtschaft und Privatleben entstehen laufend neue Angriffsflächen für Betrug, Datendiebstahl und Erpressung. Die Vortragenden zeigten eindrucksvoll auf, dass Kriminelle nicht nur technische Schwachstellen ausnutzen, sondern gezielt auch menschliche Unachtsamkeit ins Visier nehmen. Umso wichtiger sind umfassende Präventionsmaßnahmen, ein hohes Maß an IT-Sicherheit sowie kontinuierliche Bewusstseinsbildung, um potenzielle Schäden frühzeitig zu erkennen und wirksam zu verhindern.

 

Ein weiteres Highlight der Fachtagung war der inspirierende Vortrag des Futurologen Max Thinius. Seit vielen Jahren beschäftigt er sich intensiv mit den Chancen und Herausforderungen gesellschaftlicher sowie technologischer Entwicklungen. In seinem Vortrag machte er deutlich, dass Zukunft kein zufälliges Ereignis ist, sondern aktiv gestaltet werden kann und muss. Gerade die öffentliche Verwaltung steht heute vor tiefgreifenden Veränderungen: Sie bewegt sich im Spannungsfeld zwischen Digitalisierung, gesellschaftlichem Wandel, steigenden Erwartungen der Bürgerinnen und Bürger sowie immer komplexeren gesetzlichen und organisatorischen Rahmenbedingungen. Vor diesem Hintergrund betonte Thinius die Bedeutung, den Blick nicht ausschließlich auf das Tagesgeschäft zu richten, sondern sich bewusst mit zukünftigen Entwicklungen auseinanderzusetzen, die die Arbeit in den kommenden Jahren maßgeblich beeinflussen werden.

 

Ein besonders würdiger Moment der Veranstaltung war die Ernennung des langjährigen Obmanns AL Andreas Tischler zum Ehrenobmann des FLGÖ Kärnten. Über viele Jahre hinweg hat er sich mit außergewöhnlichem Engagement, großer persönlicher Einsatzbereitschaft und viel Herzblut für die Anliegen des Berufsstandes eingesetzt. Besonders hervorzuheben ist seine Tätigkeit als Obmann des Landesverbandes in den Jahren von 2012 bis 2024. In dieser Zeit hat er dem Verband nicht nur ein Gesicht, sondern vor allem eine starke und verlässliche Stimme verliehen. Unermüdlich setzte er sich für die Interessen der Kolleginnen und Kollegen ein, brachte sich aktiv ein und vertrat deren Anliegen mit Nachdruck und Überzeugung.

 

Eine derart langjährige und intensive Funktion ist keineswegs selbstverständlich. Sie zeugt von hoher Loyalität, Verantwortungsbewusstsein und Engagement. Gleichzeitig erfordert sie die Fähigkeit, über viele Jahre hinweg Veränderungen mitzugestalten, Herausforderungen anzunehmen und stets das gemeinsame Ziel im Blick zu behalten. Gerade im öffentlichen Dienst sind dafür oftmals Standhaftigkeit, Geduld und Durchhaltevermögen notwendig, da Entwicklungen und Reformen selten kurzfristig umgesetzt werden können. Sie benötigen Zeit, Überzeugungskraft und Menschen, die bereit sind, Verantwortung zu übernehmen. An dieser Stelle gilt Andreas Tischler ein besonders herzlicher Dank für seinen langjährigen und unermüdlichen Einsatz rund um den FLGÖ.

 

Nach einem gemeinsamen und gemütlichen Mittagessen in St. Paul bot das Nachmittagsprogramm einen genussvollen Ausklang: Bei der Besichtigung der Lavanttaler Mostbarkeiten konnten regionale Spezialitäten kennengelernt und verkostet werden – wobei auch der eine oder andere Schnaps nicht fehlen durfte.

Insgesamt war es eine rundum gelungene Veranstaltung, die ganz im Zeichen des fachlichen Austauschs, der Weiterbildung und des kollegialen Miteinanders stand.